Auf
Tuchfühlung mit Eiszeit-Tieren
Fasziniert von lebensechten Modellen |
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Der
bekannte Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling, sonst
in den Weiten Kanadas und Alaskas unterwegs, tauchte in
die Unterwelt des Harzes ab. Der Umgang mit lebenden Groß-
und Raubtieren, vor allem den Braun- und Eisbären ist ihm
vertraut. |
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Er kennt ihre Gewohnheiten
und folgt ihnen seit Jahren durch die arktischen Breiten. Eine Begegnung mit
„Bären des Eiszeitalters“ stand noch aus. An keinem anderen Ort als der
Einhornhöhle ist die Lebewelt des Eiszeitalters allgegenwärtiger, war
diese Höhle doch über Jahrhunderttausende Heimstatt der Höhlenbären und
dutzender weiterer eiszeitlicher Tierarten.
Mit dem Höhlenbärenspezialisten Dr. Ralf Nielbock, der die Einhornhöhle
und ihre versteinerten Eiszeitgiganten seit 25 Jahren erforscht, konnte
Andreas Kieling einen aufschlussreichen Dialog führen. Beide brachten ihre
eigenen Erfahrungen und Beobachtungen in den Vergleich der Umwelt-, Lebens-
und Fressgewohnheiten zwischen heute lebenden Bärenarten und ihren längst
ausgestorbenen Verwandten ein. Fasziniert war Kieling auch von den in das
mystische Halbdunkel der Höhle gestellten lebensechten Modellen eines
aufrecht stehenden Höhlenbären, eines gewaltigen gähnenden Höhlenlöwen
und einer Neandertalergruppe am Lagerfeuer. Diese Inszenierungen vermitteln
in Größe und Aussehen ein Lebensbild der früheren Bewohner der Einhornhöhle.
Waren nun die vegetarisch lebenden Höhlenbären die harmlosen Kuscheltiere
der Neandertaler, gab es todbringende Kämpfe zwischen den Steinzeitmenschen
und den riesigen blutrünstigen Höhlenlöwen? Viele Fragen für Andreas
Kieling und immer der Vergleich mit der Koexistenz der Inuit mit den
Raubtieren der Arktis.
Um die Eindrücke in der Einhornhöhle festzuhalten, wurde Kieling von einem
TV-Drehteam begleitet. In einem Beitrag zu einer Dokumentationsreihe für
„Arte“ und ZDF, die im Herbst 2009 gesendet wurde, berichtete er über
die Begegnungen mit den Tieren der Eiszeit.
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