Sander gewährt Fördermittel für die
Einhornhöhle
Hannover
/ Herzberg. Aus den Geldern des Programms „Natur erleben“
und weiteren Geldern des Umweltministeriums sollen in 2006 weitere
beispielgebende Vorhaben unterstützt werden. „Den Menschen soll ein
breites Spektrum an Möglichkeiten für Naturerlebnisse geboten
werden, damit sie selbst erleben können, wie vielfältig und
wunderschön die Natur in Niedersachsen ist“, erklärte
Umweltminister Hans-Heinrich Sander. „Besucher die wissen, was die
Natur und was die herrliche Kulturlandschaft zu bieten haben, wissen
auch warum wir uns für den Erhalt der Umwelt einsetzen und dafür
Gelder aufwenden. Zudem wollen wir so auch Impulse für die Regionen
geben und ein wunderbares Naturerlebnis ermöglichen“, so Sander.
Unter
anderem ist beabsichtigt in diesem Jahr im Landkreis Osterode Vorhaben
an der Einhornhöhle bei Scharzfeld zu realisieren: Für die gemeinnützige
Gesellschaft Unicornu fossile e.V.,
Betreiberin dieser größten und ältesten Besucherhöhle des Westharzes, ist eine Unterstützung in Höhe von 80.000 Euro
vorgesehen. In Form von Bausteinen wie „Der unterirdische Lernort“,
„Wilde Tiere“ oder „Die Eiszeit-Konserve“ sollen Konzepte und
Materialien zur Förderung von unmittelbaren Naturerlebnissen
erarbeitet werden.
„Wir
wollen mit innovativen Ansätzen an dieser einzigartigen Naturhöhle
vergangene Phasen der Eiszeit und Steinzeit in Form von
Edutainment-Angeboten erlebbar machen“, so Dr. Ralf Nielbock,
Ideengeber und Initiator des Gesamtprojekts Einhornhöhle. „Unser
Vorhaben dient der
verbesserten und nachhaltigen Nutzung der touristisch erlebbaren Ressourcen der Einhornhöhle unter Beachtung und Schutz
seiner für den norddeutschen Raum einzigartigen naturräumlichen
Umgebung.
Das facettenreiche Themenpotential Bio-, Geo- und Archäotop
Einhornhöhle, von der einfachen Frage „Wie entsteht
eigentlich eine Höhle?“ über die spannende Erforschungsgeschichte
des vermeintlichen Einhorns
bis hin zur Frage des „eigenen Ichs“ in Relation zur langen Natur-
und Menschheitsgeschichte in der Höhle kann hier ausgeschöpft
werden. Die Tür zur Höhle ist zugleich die Tür zur Vergangenheit
der Landschaft, der Lebewelt und der menschlichen Kultur.“
Unter dem Begriff
Landschaftsinterpretation soll auch die Entwicklung der Landschaft
unter und über Tage mit den fossilen und heutigen Bewohnern der Höhle
und ihrer Umgebung erlebbar gemacht werden. Vor allem Kinder und
Jugendliche, Familien sowie Geo- und Naturtouristen
soll das Naturkonzept ansprechen. Mit dem Baustein „Höhle
mit Handikap“ stehen zudem auf die Bedürfnisse gehandikapter
Besucher zugeschnittene Angebote im Vordergrund. Ihnen sind auf der
Suche nach neuen Erfahrungen und Erlebniswelten oftmals Grenzen
gesetzt. Auch diesen potentiellen Besuchergruppen, den
Mitmenschen mit Handikap, steht die Tür zur Einhornhöhle
genauso offen wie jedem anderen Gast. „Wir wollen die Menschen mit
in die Natur nehmen, damit sie schützen, was sie kennen und lieben
gelernt haben“, sagte Umweltminister Sander. „Mit dem Programm
„Natur erleben“ sind wir auf dem richtigen Weg. Weil wir so eine
Vielzahl an Menschen erreichen, für Natur und Landschaft begeistern
und für den Naturschutz gewinnen können.“
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